Aufstrich – Brot

18.00


Brot [nff 2323]

non food factory, 2008
Spielzeit: 43:02

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1. Aufstreichwurscht
2. In der Taiga
3. Simonwalzer und Russbacher Schleunige
4. Punzenjodler
5. Hobl Polka
6. Rutscher Boarischer und Zillertaler Hochzeitsmarsch
7. Illona Walzer
8. Cervene Jablicko
9. Jodelmelancholie in G und A
10. Zanglgalopp
11. Roter Wein
12. Apfel, Nuß und Kaiserbirn
13. Gmoa Polka
14. Moje

 

Man nehme einen kleinen Kontrabass und eine volle Bratsche als Basis, ergänze diese mit den beiden Melodiegeigen und verfeinere sie kurz vor dem Servieren noch mit einer würzigen Saxophonstimme. Was sich in diesem Aufstrich findet kommt aus vier verschiedenen Bundesländern – dementsprechend vielfältig ist auch das Repertoire: Von der steirischen Polka zum niederösterreichischen Walzer, von Innviertler Landler-Gstanzln zum slowakischen Csardas.
Kein Gaumenschmaus. Ein Ohrenschmaus.

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Rezension

Volksmusik ist nicht out
Susanne Schedtler //Wiener Volksliedwerk:
„Schon wieder ein Schlag für die Untergeh-Spezialisten: Volksmusik ist immer noch nicht out. Und schon gar nicht bei der Jugend. Im Streichensemble plus Saxophon spazieren Julia Lacherstorfer und ihre Musikantinnen durch die österreichische Musiklandschaft, streifen dabei Bulgarien und die Slowakei, aber auch die finnische Taiga und das mit einer Lust und Leichtigkeit, die so mancher braver Stubenmusi gut tun würde. Horst Lackinger am Saxophon (und einziger Mann in der Band) verteilt so behutsam seine Töne, dass man bisweilen ein Flügelhorn zu hören vermeint. Großartig! Die fünf Aufstrichler sind historisch bewandert (Handschriften, Notenbüchlein aus Archiven) und offen für direkte Einflüsse (Ponitran, Stifta Geigenmusi, Tanzgeiger) Schon jetzt ist der Aufstrich auf dem Brot köstlich, wie mögen neue Rezepturen erst in Zukunft schmecken?“

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